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Real I.S. veräußert Büroimmobilie in Berlin
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Lagarde und das Risiko

Liebe Leser

03.07.2019, von fondstelegramm
ftx - aktuelle News
  • Real I.S. Bayernfonds Deutschland 21: Mietvertragsverlängerung

    Die Real I.S. AG hat den Mietvertrag für die Unternehmenszentrale der Bayernwerk Netz GmbH in Regensburg vorzeitig um fünf Jahre verlängert. Bei Emission des Fonds war ein 15 Jahre laufender Mietvertrag bis 2026 vorgesehen. Der ist jetzt bis zum 30. November 2031 verlängert worden. Der 90-Millionen-Euro-Fonds hat ein Eigenkapital von rund 50 Millionen Euro, das rund 2.000 Investoren halten. Dass der Fonds mit seinen bisherigen Auszahlungen in Höhe von rund 45 Prozent leicht hinter der Prognose zurück bleibt, hat damit zu tun, dass wegen der niedrigen Inflation die prognostizierten Mietsteigerungen nicht durchgesetzt werden konnten. Mit der Vertragsverlängerung steht der Fonds derzeit jedoch perspektivisch sehr gut da.
  • Secundus SubstanzPortfolio IV – alles außer Immobilie

    Die Secundus Vierte Beteiligungsgesellschaft mbH bietet die Schuldverschreibung „SubstanzPortfolio IV“ an. Die GmbH erwirbt Beteiligungen auf dem Zweitmarkt aus den Assetklassen Schiffe, Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Private Equity und Infrastruktur. Es ist ein Kupon von 3,5 Prozent pro Jahr vorgesehen, durch eine Überschussbeteiligung soll jedoch eine Rendite von mehr als 8 Prozent möglich sein. Das geplante Emissionsvolumen beträgt 10 Millionen Euro, die Schuldverschreibung kann ab 10.000 Euro über Banken und Sparkassen direkt ins Depot gebucht werden (WKN A2YNRN).
  • KanAm kauft das TWO in Wiesbaden

    Die KanAm Grund Group hat das Bürogebäude TWO (The Wiesbaden Office) für den institutionellen Fokus Süddeutschland Fonds gekauft. Es wurde 2018 errichtet und hat eine vermietbare Fläche von 16.350 Quadratmetern, die zu drei Vierteln an das Ingenieurunternehmen Julius Berger International GmbH vermietet sind. Einen Kaufpreis wollte das Unternehmen nicht mitteilen. Der Fokus Süddeutschland Fonds konzentriert sich auf Deutschlands wirtschaftsstärkste Regionen im Süden und hat binnen eines Jahres insgesamt 6 Immobilien an 5 Standorten erworben.
  • Real I.S. veräußert Büroimmobilie in Berlin

    Die Real I.S. AG hat die Büroimmobilie Taubenstraße 7-9 aus dem Bayernfonds Berlin-Mitte II an eine Objektgesellschaft der DIC Asset AG verkauft. Das Gebäude hat rund 10.100 Quadratmeter Büro- und Lagerflächen ist noch bis Anfang 2015 vollständig an die DKB vermietet. Der 2002 aufgelegte Fonds hatte bis 2010 planmäßige Auszahlungen geleistet, sich aber ab 2010 zunächst ein wenig, ab 2014 dann deutlich schlechter entwickelt. Weil die Schweizer Notenbank den Mindestwechselkurs im Januar 2015 aufhob, musste der Fonds umfinanzieren und konnte einstweilen keine oder nur noch geringfügige Auszahlungen leisten. Von rund 38 Millionen Euro Eigenkapital, das knapp 1.000 Investoren halten, konnten gleichwohl seit 2002 rund 70 Prozent zurückgeführt werden. Ende 2018 belief sich der Fremdkapitalstand auf rund 50 Millionen Euro. Mit dem Verkauf wird der Fonds nun rund 111 Millionen Euro erlösen. Ende gut, alles gut.
  • Voigt & Coll erstreitet Schiedsurteil gegen Spanien

    Nachdem Spanien die Einspeisevergütung 2013 rückwirkend gekürzt hatte, rief die SolEs Badajoz GmbH, die Solarparks für die beiden Fonds SolEs 21 und SolEs 22 betreibt, das Schiedsgericht ICSID an, das internationale Investitionsstreitigkeiten beilegen soll. Ein jetzt ergangenes Schiedsurteil spricht der Klägerin einen Schadenersatzanspruch in Höhe von knapp 41Millionen Euro zu. Mehr dazu im Login-Bereich.
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Die bisherige IWF-Chefin Christine Lagarde soll Nachfolgerin des im Herbst scheidenden EZB-Präsidenten Mario Draghi werden. Trotz der Kritik daran, dass es sich um eine im Hinterzimmer gefällte Entscheidung aus machtpolitischem Kalkül handelte, wird über alle Lagergrenzen hinweg Lagardes überragende Kompetenz und ihr politisches Talent anerkannt.

Gleichwohl schwinden mit dieser Personalie Hoffnungen auf einen nennenswerten Wandel in der europäischen Zinspolitik. Denn Lagarde hat in den vergangenen Jahren hinreichend klar zu verstehen gegeben, dass sie das „quantitative easing“ Draghi’scher Prägung unterstützt.

Damit ist klar, dass der Leitzins auch nach dem Machtwechsel an der Spitze der EZB auf historisch niedrigem Niveau bleiben wird. Sehr wahrscheinlich einige Jahre. Damit wird zugleich jedoch auch klar, dass die hier und da heimlich gehegte Hoffnung, dass sich das Zinsniveau wieder erhöhen könnte, zunichte gemacht ist. Die Zeiten des Geldanlegens, ohne Risiken einzugehen, dürften endgültig vorbei sein – eine gleichermaßen banale wie einstweilen weitgehend folgenlose Erkenntnis, denn eigentlich müsste sie ein verändertes Risikobewusstsein und Risikointeresse bewirken. Die Vorstellung jedoch, dass gerade etwas so existenziell Wichtigem wie der privaten Geldanlage, kein Risiko innewohnen dürfe, die hält sich in den Köpfen wie der Glaube daran, dass der Klimawandel nur die anderen beträfe.

Unser Credo bleibt daher: Da in der Kapitalanlage Risiken eingegangen werden müssen, sollte man sie möglichst gut kennen. Bei Sachwertinvestitionen können wir Ihnen dabei helfen.

Tilman Welther
Dr. Tilman Welther

Editorial

Lagarde und das Risiko

Die bisherige IWF-Chefin Christine Lagarde soll Nachfolgerin des im Herbst scheidenden EZB-Präsidenten Mario Draghi werden. Trotz der Kritik daran, dass es sich um eine im Hinterzimmer gefällte Entscheidung aus machtpolitischem Kalkül handelte, wird über alle Lagergrenzen hinweg Lagardes überragende Kompetenz und ihr politisches Talent anerkannt. Gleichwohl schwinden mit dieser Personalie Hoffnungen auf einen nennenswerten Wandel in der europäischen Zinspolitik. ...

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