https://2019.sachwerte-digital.de/
https://2025.lichtmiete-anleihe.de?utm_source=fondstelegramm&utm_medium=cpc&utm_campaign=%5B092019%5Dawareness-dlm-invest
Real I.S. Bayernfonds Deutschland 21: Mietvertragsverlängerung
» schließen

Der Verlust der Unschuld

Liebe Leser

20.05.2019, von fondstelegramm
ftx - aktuelle News
  • DKB startet Crowdinvesting-Plattform

    In Kooperation mit der CrowdDesk GmbH hat die DKB AG die Crowdinvesting-Plattform dkb-crowdfunding.de ins Leben gerufen. Sie wird von der CrowdDesk-Tochter DKB Crowdfunding GmbH betrieben. Erstes Projekt auf der Plattform, das man ab 250 Euro mitfinanzieren kann: Der Solarpark Pähl in Bayern mit 1,5 MW Leistung, zehn Jahre lang Bestandsobjekt des Wattner-Fonds SunAsset 2. Betreiber ist nach wie vor Wattner. Laufzeit erneut zehn Jahre, Renditeprognose: 3,8 Prozent pro Jahr.
  • Real I.S. Bayernfonds Deutschland 21: Mietvertragsverlängerung

    Die Real I.S. AG hat den Mietvertrag für die Unternehmenszentrale der Bayernwerk Netz GmbH in Regensburg vorzeitig um fünf Jahre verlängert. Bei Emission des Fonds war ein 15 Jahre laufender Mietvertrag bis 2026 vorgesehen. Der ist jetzt bis zum 30. November 2031 verlängert worden. Der 90-Millionen-Euro-Fonds hat ein Eigenkapital von rund 50 Millionen Euro, das rund 2.000 Investoren halten. Dass der Fonds mit seinen bisherigen Auszahlungen in Höhe von rund 45 Prozent leicht hinter der Prognose zurück bleibt, hat damit zu tun, dass wegen der niedrigen Inflation die prognostizierten Mietsteigerungen nicht durchgesetzt werden konnten. Mit der Vertragsverlängerung steht der Fonds derzeit jedoch perspektivisch sehr gut da.
  • Secundus SubstanzPortfolio IV – alles außer Immobilie

    Die Secundus Vierte Beteiligungsgesellschaft mbH bietet die Schuldverschreibung „SubstanzPortfolio IV“ an. Die GmbH erwirbt Beteiligungen auf dem Zweitmarkt aus den Assetklassen Schiffe, Flugzeuge, Erneuerbare Energien, Private Equity und Infrastruktur. Es ist ein Kupon von 3,5 Prozent pro Jahr vorgesehen, durch eine Überschussbeteiligung soll jedoch eine Rendite von mehr als 8 Prozent möglich sein. Das geplante Emissionsvolumen beträgt 10 Millionen Euro, die Schuldverschreibung kann ab 10.000 Euro über Banken und Sparkassen direkt ins Depot gebucht werden (WKN A2YNRN).
  • KanAm kauft das TWO in Wiesbaden

    Die KanAm Grund Group hat das Bürogebäude TWO (The Wiesbaden Office) für den institutionellen Fokus Süddeutschland Fonds gekauft. Es wurde 2018 errichtet und hat eine vermietbare Fläche von 16.350 Quadratmetern, die zu drei Vierteln an das Ingenieurunternehmen Julius Berger International GmbH vermietet sind. Einen Kaufpreis wollte das Unternehmen nicht mitteilen. Der Fokus Süddeutschland Fonds konzentriert sich auf Deutschlands wirtschaftsstärkste Regionen im Süden und hat binnen eines Jahres insgesamt 6 Immobilien an 5 Standorten erworben.
  • Real I.S. veräußert Büroimmobilie in Berlin

    Die Real I.S. AG hat die Büroimmobilie Taubenstraße 7-9 aus dem Bayernfonds Berlin-Mitte II an eine Objektgesellschaft der DIC Asset AG verkauft. Das Gebäude hat rund 10.100 Quadratmeter Büro- und Lagerflächen ist noch bis Anfang 2015 vollständig an die DKB vermietet. Der 2002 aufgelegte Fonds hatte bis 2010 planmäßige Auszahlungen geleistet, sich aber ab 2010 zunächst ein wenig, ab 2014 dann deutlich schlechter entwickelt. Weil die Schweizer Notenbank den Mindestwechselkurs im Januar 2015 aufhob, musste der Fonds umfinanzieren und konnte einstweilen keine oder nur noch geringfügige Auszahlungen leisten. Von rund 38 Millionen Euro Eigenkapital, das knapp 1.000 Investoren halten, konnten gleichwohl seit 2002 rund 70 Prozent zurückgeführt werden. Ende 2018 belief sich der Fremdkapitalstand auf rund 50 Millionen Euro. Mit dem Verkauf wird der Fonds nun rund 111 Millionen Euro erlösen. Ende gut, alles gut.
alle anzeigen
Erst blieb die halbjährliche Zinszahlung aus, dann wurde klar, dass sich nach dem Abriss des Altobjekts auf der Baustelle nichts mehr tat, daraufhin sprangen die einzigen drei Käufer ab, die nach einem Jahr Akquise für das Projekt mit eigentlich 42 Eigentumswohnungen und 4 Gewerbeeinheiten gewonnen werden konnten, und forderten ihre ersten Abschlagszahlungen zurück. Dann scheiterte auch noch der Plan B, deren Grundbucheinträge wieder loszuwerden und das Gesamtobjekt an einen Investor zu verkaufen. Schließlich musste die Projektgesellschaft des Z19 Stadthaus plus, für das Bergfürst Crowdmittel einsammelte, vergangene Woche Insolvenz anmelden. Wenn’s kommt, dann kommt‘s dicke.

Die rund 440.000 Euro, die Bergfürst Ende 2016 bei rund 500 Anlegern einsammelte, dürften damit perdu sein. Der Betrag ist vergleichsweise lächerlich, die allermeisten der Anleger dürften den Verlust verschmerzen. Bedenklich ist hingegen das begleitende Kommunikationsverhalten, das die um Professionalität ringende Crowdinvestingszene einmal mehr nach hinten wirft: „Derart hohe Zinsen gepaart mit dem qualifizierten Rangrücktritt haben nun mal ein Chancen/Risikoverhältnis, über das man hätte aufklären sollen“, rechtfertigte sich Martin Procher, der Geschäftsführer der Projektgesellschaft GVP Property Development als im Herbst vergangenen Jahres schon tiefschwarze Wolken über dem Projekt hingen und schob damit Bergfürst die Verantwortung zu. Und dass er die Kommunikation nicht nur Bergfürst sondern auch den Anlegern gegenüber eingestellt hat, dafür hatte er auch einen Verantwortlichen, schließlich habe er schlechte Erfahrung mit der Presse gemacht.

Mit dem Projekt Z19 ist nach drei Zinsland-Projekten inzwischen das vierte Immobilien-Crowdinvesting ein Totalausfall. Aber versuchen wir, es ins Positive zu kehren und folgende Lehre daraus zu ziehen: Wer den Abverkauf erst noch zu bauender Immobilien zum Bestandteil seiner Finanzierung macht, also mit den Abschlagszahlungen von Käufern gemäß MaBV kalkuliert, der muss über einen entsprechend schlagkräftigen Vertrieb verfügen. Bergfürst konzipiert seine Projekte inzwischen gänzlich anders und granuliert Forderungen aus Bankkrediten. Aber zum Beispiel bei den aktuellen Zinsland-Projekten „Niendorfer Straße“, „Cube 4 You“ und „Am Kräuterhof“ sind Zahlungen gemäß MaBV immer noch wesentlicher Finanzierungsbaustein.

Eine gute Woche wünscht
Tilman Welther
Dr. Tilman Welther

Editorial

Lagarde und das Risiko

Die bisherige IWF-Chefin Christine Lagarde soll Nachfolgerin des im Herbst scheidenden EZB-Präsidenten Mario Draghi werden. Trotz der Kritik daran, dass es sich um eine im Hinterzimmer gefällte Entscheidung aus machtpolitischem Kalkül handelte, wird über alle Lagergrenzen hinweg Lagardes überragende Kompetenz und ihr politisches Talent anerkannt. Gleichwohl schwinden mit dieser Personalie Hoffnungen auf einen nennenswerten Wandel in der europäischen Zinspolitik. ...

https://2019.sachwerte-digital.de/