https://2019.sachwerte-digital.de/
http://ad1.adfarm1.adition.com/redi?sid=3816122&kid=3151057&bid=9793831
Project baut institutionellen Vertrieb aus
» schließen

Doppelmoral des Gesetzgebers

Liebe Leser

03.01.2019, von fondstelegramm
ftx - aktuelle News
  • Kanam: Leading Cities Invest investiert in Marseille

    Der offene Immobilien-Publikumsfonds Leading Cities Invest der KanAm Grund Group hat das Bürogebäude 300 Prado in Marseille erworben. Hauptmieter ist der französische Energieversorger EDF, daneben befinden sich das weltweit tätige Prüfungs- und Beratungsunternehmen Mazars und Apria, ein Dachunternehmen verschiedener Versicherungsgesellschaften. Mit diesen drei Mietern ist das Gebäude vollvermietet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
  • ecoligo.investments Sieger bei den BankingCheck und eKomi Awards

    Die Crowdinvesting Plattform www.ecoligo.investments hat den BankingCheck und eKomi Award 2019 in der Kategorie „Crowdinvesting Plattformen“ gewonnen. Bei dem auf realen Kundenbewertungen basierenden Ranking hat die Plattform mit 5 von 5 möglichen Punkten am besten abgeschnitten. Crowdinvestoren schätzen an ecoligo besonders die Transparenz der vorgestellten Projekte, die pünktlichen Rückzahlungen sowie die Einfachheit des Investitionsprozesses. Über ecoligo.investments wurden bisher 19 Solarprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern finanziert. Die Frankfurter Crowddesk GmbH ist mit ihrer Funding-as-a-Service-Lösung technischer Provider von ecoligo.
  • Riesentickets am Zweitmarkt

    Auf zweitmarkt.de sind heute zwei Anteile in Höhe von zusammengenommen nominal rund 600.000 Euro am ILG 18 Fachmarktzentrum Heidenheim zum Kurs von 77 Prozent gehandelt worden. Das sind fast 5 Prozent des Eigenkapitals. Zwei solche Anteile identischer Größe sind 2015 kurz hintereinander zu 22,5 und 26 Prozent gehandelt worden.
  • Project baut institutionellen Vertrieb aus

    Thomas Krützmann (55) verstärkt als Senior Director Institutional Sales den Vertrieb bei der auf institutionelle Investments fokussierten Project Real Estate Trust GmbH. In seiner mehr als 20 Jahre umfassenden beruflichen Laufbahn war er zum Beispiel für d.i.i., LHI und als Geschäftsführer der KGAL Capital tätig. Zuletzt verantwortete Thomas Krützmann bei d.i.i. den Vertrieb an deutsche und internationale professionelle und semi-professionelle Investoren. Aktuell bietet die Project Real Estate Trust GmbH den Spezial-AIF „Vier Metropolen III“ zur Beteiligung an und über eine Feeder-Konstruktion Namensschuldverschreibungen zur Finanzierung von Projektgesellschaften dieses Fonds.
  • Kanam: Leading Cities Invest kauft in Warschau

    Der offene Publikumsimmobilienfonds Leading Cities Invest von Kanam hat das “Renaissance“-Gebäude an der Mokotowska in Warschau gekauft. Das 1902 ursprünglich als Wohnhaus erbaute Gebäude wurde vollständig zu einem Grade-A-Bürogebäude modernisiert und ist mit dem Umweltzertifikat BREEAM „very good“ ausgezeichnet. Hauptmieter ist das Medienunternehmen Viacom Media Networks. Verkäufer der Immobilie ist ein von GLL Real Estate Partners, Mitglied der Macquarie Group, gemanagter Fonds. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
alle anzeigen
Die für die neue FinVermV vorgesehene Auflage, dass auch der freie Vertrieb – nicht nur Berater nach KWG – alle Gespräche aufzeichnen und dokumentieren muss, die geeignet sind, zur Zeichnung einer Kapitalanlage zu führen, hat für die meiste Verunsicherung gesorgt. Betroffene befürchten, dass nicht nur das Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und seinem Finanzdienstleister empfindlich gestört wird, sondern auch, dass der Kostenaufwand und der erhoffte Nutzen in keinem vernünftigen Verhältnis stehen. Trotz aller Kritik scheint der Gesetzgeber jedoch einstweilen daran festzuhalten.

Insofern ist eine kürzlich an die Bundesregierung gerichtete „Kleine Anfrage“ der Partei Die Linke und insbesondere die Antwort der Bundesregierung darauf bemerkenswert. Die Linke erkundigte sich nach möglicher Einflussnahme durch Vertreter spezifischer Interessen auf einen Gesetzentwurf zur „Digitalen Infrastruktur“. Im Zeichen einer erhöhten Transparenz und Nachvollziehbarkeit möglicher Beeinflussung durch Eigeninteressen Dritter verlangt sie Auskunft über die folgenden Punkte: Datum der Gespräche im Vorfeld des Gesetzesentwurfs, Teilnehmer, konkrete Formulierungen, von wem die Initiative für den Kontakt ausging, ob finanzielle und wirtschaftliche Hintergründe des Gesprächspartners in Erfahrung gebracht wurden und – nota bene – ob entsprechende Aufzeichnungen und Protokolle angefertigt wurden. Kommt Ihnen bekannt vor? Steht alles so auch in den Vorgaben, wie Beratungsprotokolle anzufertigen sind und – insbesondere was das „Taping“ betrifft – im neu einzuführenden Paragraf 18a der FinVermV, neue Fassung.

Ok, der Linken geht staatliche Kontrolle tendenziell nie weit genug. Aber der überhebliche und genervte Tonfall, in dem die Bundesregierung ihr geantwortet hat (Bundestags-Drucksache 19/6576), ist vor dem Hintergrund, dass sie dem freien Vertrieb durchaus vergleichbare Maßnahmen selbstverständlich verordnen will, interessant: „Angesichts des Umfangs der Überprüfung der aktuellen Gesetzgebungstätigkeit sowie der Detailtiefe von einzelnen Fragen sieht die Bundesregierung die Grenze zur administrativen Überkontrolle erreicht“, gibt sie zurück und setzt noch einen drauf: „Es ist weder rechtlich geboten noch im Sinne einer effizienten und ressourcenschonenden öffentlichen Verwaltung leistbar, entsprechende Informationen und Daten vollständig zu erfassen oder entsprechende Dokumentationen darüber zu erstellen oder zu pflegen. Die Bundesregierung geht davon aus, dass dem Informationsbedürfnis der Fragesteller künftig durch die Veröffentlichung der Gesetzes- und Verordnungsentwürfe sowie der Stellungnahmen aus der Verbändeanhörung auf den Internetseiten der jeweiligen Ressorts Genüge getan ist.“ Zack. Arroganter geht kaum.

Zugestanden, das oppositionelle Gestichel kann entsetzlich nerven. Aber es entsteht der Eindruck, dass der Gesetzgeber hier mit zweierlei Maß zu Werke geht. Geht es um den eigenen Aufwand, handelt es sich um „administrative Überkontrolle“, geht es um den Aufwand, den man anderen aufnötigt, wird vermeintlicher Anlegerschutz ins Feld geführt, dabei ist der tatsächliche Mehrwert des Tapings für den Anleger längst noch nicht erwiesen.

Eine gute Woche wünscht
Tilman Welther
Dr. Tilman Welther

Editorial

Save the Date

Am Dienstag, 24. September 2019 veranstalten das fondstelegramm und die Fondszeitung das Symposium „Sachwerte digital“. Wie in den vergangenen Jahren geht es um die Auswirkungen und Konsequenzen der digitalen Transformation auf die Welt der Sachwertinvestitionen. Die digitale Revolution wird dabei – um im Bilde des wichtigsten Assets der Branche zu bleiben – keinen Stein auf dem anderen lassen. ...

https://2019.sachwerte-digital.de/