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MPC: Vorstandspersonalie und vorläufige 2018er-Zahlen
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Doppelmoral des Gesetzgebers

Liebe Leser

03.01.2019, von fondstelegramm
ftx - aktuelle News
  • Air France lässt Option für ersten A380 von Dr. Peters verstreichen

    Der zehnjährige Leasingvertrag mit Air France für den A380 des Flugzeugfonds X (DS 135) begann mit Auslieferung des Flugzeugs am 10. Februar 2010. Der Vertrag sah eine Option zur Verlängerung um zunächst drei Jahre vor. Sie hätte 12 Monate vor Ablauf des Vertrags, also am 10. Februar 2019 gezogen werden müssen. Für den ersten von fünf A380, die Air France bei Dr. Peters-Fonds geleast hat, herrscht inzwischen also Gewissheit: Das Flugzeug ist einstweilen ab dem 11. Februar 2020 ohne Beschäftigung. Das nächste kritische Optionsdatum betrifft den A380 aus dem Flugzeugfonds XI (DS 136). Hier hat Air France noch die Möglichkeit, die Option auf Verlängerung des Vertrags um drei Jahre bis zum 12. August dieses Jahres zu ziehen.
  • Aviarent Personalien

    Yenna Haack ist neues Mitglied im Vorstand der Aviarent Invest AG neben Mathias Giebken und Ralf Otzen. Seit Anfang des Jahres ist sie auch zusammen mit Sascia Hauke in der Geschäftsführung der AviaFund Solution Services GmbH. Harald Strelen ist neuer Geschäftsführer der AviaRent Capital Management S.à r.l. AviaRent betreut mit dem französischen Partner Primonial im Bereich Pflege und Bildung derzeit ein Fondsvolumen von rund 4,5 Milliarden Euro.
  • DFV erwirbt NH Hotel in Deggendorf

    Die DFV Deutsche Fondvermögen GmbH hat das NH Hotel in Deggendorf von der Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH erworben. Betreiberin bleibt die NH-Hotel Group. Das Hotel verfügt über 125 Gästezimmer, Restaurant, Bar und Tagungsmöglichkeiten.
  • KGAL Meleta: Freudentränen und ein Wermutstropfen

    KGAL hat die Mainzer Büroimmobilie, die der geschlossene Fonds Alcas 023 Meleta seit 20 Jahren bewirtschaftete, mit einem tollen Ergebnis für die Anleger verkauft. Das geschah jedoch gewissermaßen gegen den eigenen Willen. Wie es dazu kam, lesen Sie im Login-Bereich.
  • HEH ist „Retail Placement House of the year“

    Die HEH Hamburger EmissionsHaus AG wurde nach 2017erneut dem Award „Retail Placement House of the year“ der Publikation Global Transport Finance ausgezeichnet. HEH wurde für die erfolgreiche Platzierung einer Serie von Regionaljets mit dem Leasingnehmer Iberia Regional/Air Nostrum ausgezeichnet insbesondere für die professionelle und zügige Umsetzung der Transaktion. HEH hat seit dem Einstieg in die Flugzeugfinanzierung im Jahr 2007 23 Flugzeugfonds, davon fünf AIFs nach KAGB mit einem aggregierten Investitionsvolumen von über 500 Millionen EUR aufgelegt.
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Die für die neue FinVermV vorgesehene Auflage, dass auch der freie Vertrieb – nicht nur Berater nach KWG – alle Gespräche aufzeichnen und dokumentieren muss, die geeignet sind, zur Zeichnung einer Kapitalanlage zu führen, hat für die meiste Verunsicherung gesorgt. Betroffene befürchten, dass nicht nur das Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und seinem Finanzdienstleister empfindlich gestört wird, sondern auch, dass der Kostenaufwand und der erhoffte Nutzen in keinem vernünftigen Verhältnis stehen. Trotz aller Kritik scheint der Gesetzgeber jedoch einstweilen daran festzuhalten.

Insofern ist eine kürzlich an die Bundesregierung gerichtete „Kleine Anfrage“ der Partei Die Linke und insbesondere die Antwort der Bundesregierung darauf bemerkenswert. Die Linke erkundigte sich nach möglicher Einflussnahme durch Vertreter spezifischer Interessen auf einen Gesetzentwurf zur „Digitalen Infrastruktur“. Im Zeichen einer erhöhten Transparenz und Nachvollziehbarkeit möglicher Beeinflussung durch Eigeninteressen Dritter verlangt sie Auskunft über die folgenden Punkte: Datum der Gespräche im Vorfeld des Gesetzesentwurfs, Teilnehmer, konkrete Formulierungen, von wem die Initiative für den Kontakt ausging, ob finanzielle und wirtschaftliche Hintergründe des Gesprächspartners in Erfahrung gebracht wurden und – nota bene – ob entsprechende Aufzeichnungen und Protokolle angefertigt wurden. Kommt Ihnen bekannt vor? Steht alles so auch in den Vorgaben, wie Beratungsprotokolle anzufertigen sind und – insbesondere was das „Taping“ betrifft – im neu einzuführenden Paragraf 18a der FinVermV, neue Fassung.

Ok, der Linken geht staatliche Kontrolle tendenziell nie weit genug. Aber der überhebliche und genervte Tonfall, in dem die Bundesregierung ihr geantwortet hat (Bundestags-Drucksache 19/6576), ist vor dem Hintergrund, dass sie dem freien Vertrieb durchaus vergleichbare Maßnahmen selbstverständlich verordnen will, interessant: „Angesichts des Umfangs der Überprüfung der aktuellen Gesetzgebungstätigkeit sowie der Detailtiefe von einzelnen Fragen sieht die Bundesregierung die Grenze zur administrativen Überkontrolle erreicht“, gibt sie zurück und setzt noch einen drauf: „Es ist weder rechtlich geboten noch im Sinne einer effizienten und ressourcenschonenden öffentlichen Verwaltung leistbar, entsprechende Informationen und Daten vollständig zu erfassen oder entsprechende Dokumentationen darüber zu erstellen oder zu pflegen. Die Bundesregierung geht davon aus, dass dem Informationsbedürfnis der Fragesteller künftig durch die Veröffentlichung der Gesetzes- und Verordnungsentwürfe sowie der Stellungnahmen aus der Verbändeanhörung auf den Internetseiten der jeweiligen Ressorts Genüge getan ist.“ Zack. Arroganter geht kaum.

Zugestanden, das oppositionelle Gestichel kann entsetzlich nerven. Aber es entsteht der Eindruck, dass der Gesetzgeber hier mit zweierlei Maß zu Werke geht. Geht es um den eigenen Aufwand, handelt es sich um „administrative Überkontrolle“, geht es um den Aufwand, den man anderen aufnötigt, wird vermeintlicher Anlegerschutz ins Feld geführt, dabei ist der tatsächliche Mehrwert des Tapings für den Anleger längst noch nicht erwiesen.

Eine gute Woche wünscht
Tilman Welther
Dr. Tilman Welther

Editorial

Turbulenzen

Flugzeuge waren viele Jahre als reine Leasingfonds ein Erfolgsmodell mit sehr geringen aber sehr sicheren Auszahlungen an überwiegend institutionelle Investoren. Flugzeuge waren in den 1990er Jahren ein geradezu langweiliges Investment. Das hat sich mit den operativen Modellen, wie sie Mitte der 2000er Jahre auf den Markt kamen und in denen das Bewirtschaftungsrisiko auf den Investor abgewälzt wird, wesentlich geändert. Aber auch der Luftfahrtmarkt hat sich stark gewandelt. ...

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