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Ludger Wibbeke neuer Geschäftsführer bei Hansainvest
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Doppelmoral des Gesetzgebers

Liebe Leser

03.01.2019, von fondstelegramm
ftx - aktuelle News
  • Ludger Wibbeke neuer Geschäftsführer bei Hansainvest

    Der Aufsichtsrat der Hansainvest Hanseatische Investment-GmbH hat Ludger Wibbeke zum Geschäftsführer für das Real-Assets-Geschäft der Service-KVG bestellt. Er folgt ab dem 1. Juli 2019 auf Marc Drießen, der das Unternehmen zum 30. April verlässt. Wibbekes vorige Stationen waren NORD/LB, Sal. Oppenheim und zuletzt Hauck & Aufhäuser Privatbankiers, jeweils in verantwortlicher Position.
  • Zinsbaustein kündigt Publikums AIF nach KAGB an

    Die Zinsbaustein GmbH wird ihr Angebot digitaler Immobilien-Investments um Beteiligungsmodelle nach KAGB erweitern. Geplant ist die Beteiligung an Bestandsimmobilien, die 3,5 bis 4,5 Prozent jährliche Auszahlungen ermöglichen sollen. Zumindest für den ersten Fonds ist eine Mindestbeteiligung von 20.000 Euro vorgesehen. Beim ersten Projekt, wofür derzeit noch die Unterlagen erstellt werden, dürfte es sich um die ZBS immoDIREKT Nürnberg 1 GmbH & Co. KG handeln, die wahrscheinlich im Zuge der Genehmigung der Anlagebedingungen durch die Bafin noch in eine Investment-KG umgewandelt wird. fondstelegramm vorliegenden Informationen nach wird Hansainvest die Rolle der KVG übernehmen, Hauck & Aufhäuser die der Verwahrstelle.
  • Hahn präsentiert Konzernergebnis und neuen Vorstandsvorsitz

    Die Hahn Gruppe erreichte in 2018 das beste Konzernergebnis der vergangenen zehn Jahre. Der Konzerngewinn wurde um 11 Prozent auf 5 Millionen Euro gesteigert (Vorjahr: 4,5 Millionen Euro). In allen wesentlichen Geschäftsbereichen, Bestandsmanagement, Veräußerung und Vermittlung von Immobilien, Projektleistungen für die Revitalisierung von Immobilienfondsobjekten steigerte das Unternehmen die Umsätze wesentlich. Allein die – im Ganzen gesehen aber nicht wesentlichen – Erträge aus Ausschüttungen waren rückläufig. Michael Hahn wird auf der kommenden Hauptversammlung am 23. Mai 2019 den Vorstand der HAHN-Immobilien-Beteiligung AG verlassen und wahrscheinlich in den Aufsichtsrat wechseln. Ihm nach folgt Thomas Kuhlmann. Am Geschäftsmodell, Fondsangebote mit großflächigen Einzelhandelsimmobilien wird auch Kuhlmann festhalten. "Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2019 im Fondsgeschäft mit einem Neuinvestitionsvolumen von rund 330 Millionen Euro. Aufgrund unserer aktuellen Projektpipeline sind wir sehr zuversichtlich, diese Ziele zu erreichen.“
  • Commerz Real steigt bei Bergfürst ein

    Die Commerz Real, Sachwerte-Tochter der Commerzbank, steigt bei der Crowdinvesting-Plattform Bergfürst ein. Im Wege einer Kapitalerhöhung erwirbt Commerz Real einen Anteil am Grundkapital der Bergfürst AG von 24,9 Prozent. Was wie ein reines Finanzinvestment aussieht hat gleichwohl einen strategischen Hintergrund – mehr dazu im Login-Bereich.
  • Signature AG kauft sich bei Transvendo ein

    Das Fintech-Unternehmen Signature AG hat einen LOI zum Erwerb von bis zu 51 Prozent an der Securim Capital Partners GmbH & Co. KG, dem Betreiber der CrowdInvesting-Plattform Transvendo unterzeichnet. In einem ersten Schritt erwirbt Signature zehn Prozent der Anteile der Securim, bis Ende September kommenden Jahres kann sie den Anteil gemäß LOI erhöhen. Auf der Plattform Transvendo sollen künftig aktienbasierte nicht-öffentliche Platzierungen durchgeführt werden können.
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Die für die neue FinVermV vorgesehene Auflage, dass auch der freie Vertrieb – nicht nur Berater nach KWG – alle Gespräche aufzeichnen und dokumentieren muss, die geeignet sind, zur Zeichnung einer Kapitalanlage zu führen, hat für die meiste Verunsicherung gesorgt. Betroffene befürchten, dass nicht nur das Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und seinem Finanzdienstleister empfindlich gestört wird, sondern auch, dass der Kostenaufwand und der erhoffte Nutzen in keinem vernünftigen Verhältnis stehen. Trotz aller Kritik scheint der Gesetzgeber jedoch einstweilen daran festzuhalten.

Insofern ist eine kürzlich an die Bundesregierung gerichtete „Kleine Anfrage“ der Partei Die Linke und insbesondere die Antwort der Bundesregierung darauf bemerkenswert. Die Linke erkundigte sich nach möglicher Einflussnahme durch Vertreter spezifischer Interessen auf einen Gesetzentwurf zur „Digitalen Infrastruktur“. Im Zeichen einer erhöhten Transparenz und Nachvollziehbarkeit möglicher Beeinflussung durch Eigeninteressen Dritter verlangt sie Auskunft über die folgenden Punkte: Datum der Gespräche im Vorfeld des Gesetzesentwurfs, Teilnehmer, konkrete Formulierungen, von wem die Initiative für den Kontakt ausging, ob finanzielle und wirtschaftliche Hintergründe des Gesprächspartners in Erfahrung gebracht wurden und – nota bene – ob entsprechende Aufzeichnungen und Protokolle angefertigt wurden. Kommt Ihnen bekannt vor? Steht alles so auch in den Vorgaben, wie Beratungsprotokolle anzufertigen sind und – insbesondere was das „Taping“ betrifft – im neu einzuführenden Paragraf 18a der FinVermV, neue Fassung.

Ok, der Linken geht staatliche Kontrolle tendenziell nie weit genug. Aber der überhebliche und genervte Tonfall, in dem die Bundesregierung ihr geantwortet hat (Bundestags-Drucksache 19/6576), ist vor dem Hintergrund, dass sie dem freien Vertrieb durchaus vergleichbare Maßnahmen selbstverständlich verordnen will, interessant: „Angesichts des Umfangs der Überprüfung der aktuellen Gesetzgebungstätigkeit sowie der Detailtiefe von einzelnen Fragen sieht die Bundesregierung die Grenze zur administrativen Überkontrolle erreicht“, gibt sie zurück und setzt noch einen drauf: „Es ist weder rechtlich geboten noch im Sinne einer effizienten und ressourcenschonenden öffentlichen Verwaltung leistbar, entsprechende Informationen und Daten vollständig zu erfassen oder entsprechende Dokumentationen darüber zu erstellen oder zu pflegen. Die Bundesregierung geht davon aus, dass dem Informationsbedürfnis der Fragesteller künftig durch die Veröffentlichung der Gesetzes- und Verordnungsentwürfe sowie der Stellungnahmen aus der Verbändeanhörung auf den Internetseiten der jeweiligen Ressorts Genüge getan ist.“ Zack. Arroganter geht kaum.

Zugestanden, das oppositionelle Gestichel kann entsetzlich nerven. Aber es entsteht der Eindruck, dass der Gesetzgeber hier mit zweierlei Maß zu Werke geht. Geht es um den eigenen Aufwand, handelt es sich um „administrative Überkontrolle“, geht es um den Aufwand, den man anderen aufnötigt, wird vermeintlicher Anlegerschutz ins Feld geführt, dabei ist der tatsächliche Mehrwert des Tapings für den Anleger längst noch nicht erwiesen.

Eine gute Woche wünscht
Tilman Welther
Dr. Tilman Welther

Editorial

Die Prospektillusion

Bei der Anhörung einiger Sachverständigen vor dem Finanzausschuss dieser Woche ging es einmal mehr um die Frage, wie man Kapitalanlageprodukte richtig prospektiert. Hintergrund ist der von der Bundesregierung vorgelegte Entwurf eines „Gesetzes zur weiteren Ausführung der EU-Prospektverordnung und zur Änderung von Finanzmarktgesetzen“ und insbesondere um die möglichen Ausnahmen von der Prospektpflicht (Bundestagsdrucksache 19/8005). ...

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