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MPC: Vorstandspersonalie und vorläufige 2018er-Zahlen
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Mietpreisbremse reloaded

Liebe Leser

08.10.2018, von fondstelegramm
ftx - aktuelle News
  • Air France lässt Option für ersten A380 von Dr. Peters verstreichen

    Der zehnjährige Leasingvertrag mit Air France für den A380 des Flugzeugfonds X (DS 135) begann mit Auslieferung des Flugzeugs am 10. Februar 2010. Der Vertrag sah eine Option zur Verlängerung um zunächst drei Jahre vor. Sie hätte 12 Monate vor Ablauf des Vertrags, also am 10. Februar 2019 gezogen werden müssen. Für den ersten von fünf A380, die Air France bei Dr. Peters-Fonds geleast hat, herrscht inzwischen also Gewissheit: Das Flugzeug ist einstweilen ab dem 11. Februar 2020 ohne Beschäftigung. Das nächste kritische Optionsdatum betrifft den A380 aus dem Flugzeugfonds XI (DS 136). Hier hat Air France noch die Möglichkeit, die Option auf Verlängerung des Vertrags um drei Jahre bis zum 12. August dieses Jahres zu ziehen.
  • Aviarent Personalien

    Yenna Haack ist neues Mitglied im Vorstand der Aviarent Invest AG neben Mathias Giebken und Ralf Otzen. Seit Anfang des Jahres ist sie auch zusammen mit Sascia Hauke in der Geschäftsführung der AviaFund Solution Services GmbH. Harald Strelen ist neuer Geschäftsführer der AviaRent Capital Management S.à r.l. AviaRent betreut mit dem französischen Partner Primonial im Bereich Pflege und Bildung derzeit ein Fondsvolumen von rund 4,5 Milliarden Euro.
  • DFV erwirbt NH Hotel in Deggendorf

    Die DFV Deutsche Fondvermögen GmbH hat das NH Hotel in Deggendorf von der Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH erworben. Betreiberin bleibt die NH-Hotel Group. Das Hotel verfügt über 125 Gästezimmer, Restaurant, Bar und Tagungsmöglichkeiten.
  • KGAL Meleta: Freudentränen und ein Wermutstropfen

    KGAL hat die Mainzer Büroimmobilie, die der geschlossene Fonds Alcas 023 Meleta seit 20 Jahren bewirtschaftete, mit einem tollen Ergebnis für die Anleger verkauft. Das geschah jedoch gewissermaßen gegen den eigenen Willen. Wie es dazu kam, lesen Sie im Login-Bereich.
  • HEH ist „Retail Placement House of the year“

    Die HEH Hamburger EmissionsHaus AG wurde nach 2017erneut dem Award „Retail Placement House of the year“ der Publikation Global Transport Finance ausgezeichnet. HEH wurde für die erfolgreiche Platzierung einer Serie von Regionaljets mit dem Leasingnehmer Iberia Regional/Air Nostrum ausgezeichnet insbesondere für die professionelle und zügige Umsetzung der Transaktion. HEH hat seit dem Einstieg in die Flugzeugfinanzierung im Jahr 2007 23 Flugzeugfonds, davon fünf AIFs nach KAGB mit einem aggregierten Investitionsvolumen von über 500 Millionen EUR aufgelegt.
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Die Bilanz nach Einführung der Mietpreisbremse vor drei Jahren fällt einigermaßen ernüchternd aus. Den weiteren Anstieg von Wohnungsmieten in besonders begehrten Ballungszentren konnte sie jedenfalls nicht verhindern. Entsprechend hat die Bundesregierung schon im Koalitionsvertrag verfügt, dass sie da nachbessern werde. Das Kabinett hat der neue Gesetzentwurf schon passiert und vergangene Woche wurde er in den Bundestag eingebracht.

Mehr Transparenz soll das neue Gesetz mit sich bringen und eine Vereinfachung, sich als Mieter zu wehren. Als Manko des bisherigen Gesetzes benennt die Bundesregierung, dass Mieter nicht ohne weiteres beurteilen konnten, ob der Vermieter die Vorgaben zur Einbremsung des Mietpreises einhält oder nicht, und sich gegebenenfalls nicht trauten, sich zu wehren. Entsprechend muss der Vermieter nun bereits vor Abschluss des Mietvertrags offenlegen, ob er sich auf eine Ausnahme beruft, etwa aufgrund einer ohnehin schon höheren Vormiete – die er künftig unaufgefordert benennen muss – oder einer umfassenden Modernisierung. Kommt der Mieter dann dennoch zum Schluss, dass die Miete zu hoch ist, muss er das laut dem neuen Gesetz nicht mehr begründen. Es reicht, wenn er die zu hohe Miete rügt, dann ist der Vermieter in Zugzwang. De facto handelt es sich um eine Beweislastumkehr: Musste zuvor der Mieter den Nachweis erbringen, dass die Miete unerlaubt überhöht ist, so obliegt es künftig dem Vermieter, nachzuweisen, dass die Miete rechtmäßig ist.

Zwar kommt der Begriff der Beweislastumkehr ganz schön breitbeinig daher. Jedoch wird es einem Vermieter allemal leichter fallen, die Rechtmäßigkeit seiner Miethöhe zu begründen als andersrum. Insofern ist dagegen gar nichts einzuwenden. Bemerkenswert ist indes der gesetzgeberische Impuls, der die Unzulänglichkeit des bisherigen Gesetzes vor allem darin ausmacht, dass Vermietern nicht schnell genug nachgewiesen werden konnte, dass sie ihre Mieter übervorteilen. Das neue Gesetz verbessert also die Möglichkeiten, die mieterseitigen Interessen auch durchzusetzen. Es reagiert jedoch nicht auf die viel weiter reichende Kritik, dass eine Regulierung des Mietpreises die generelle Wohnungsknappheit nicht schmälert und auch weiterhin Vermieter ihre Mieterauswahl eher an deren Bonität als an deren Platzbedürfnis festmachen werden.

Eine gute Woche wünscht
Tilman Welther
Dr. Tilman Welther

Editorial

Turbulenzen

Flugzeuge waren viele Jahre als reine Leasingfonds ein Erfolgsmodell mit sehr geringen aber sehr sicheren Auszahlungen an überwiegend institutionelle Investoren. Flugzeuge waren in den 1990er Jahren ein geradezu langweiliges Investment. Das hat sich mit den operativen Modellen, wie sie Mitte der 2000er Jahre auf den Markt kamen und in denen das Bewirtschaftungsrisiko auf den Investor abgewälzt wird, wesentlich geändert. Aber auch der Luftfahrtmarkt hat sich stark gewandelt. ...

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