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MPC: Vorstandspersonalie und vorläufige 2018er-Zahlen
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Virtuelle Börsengänge in der Krypto-Welt, Teil I

Begriffsbestimmung und Beispiele

18.09.2018 10:00:00, von Christina Anastassiou
ftx - aktuelle News
  • Air France lässt Option für ersten A380 von Dr. Peters verstreichen

    Der zehnjährige Leasingvertrag mit Air France für den A380 des Flugzeugfonds X (DS 135) begann mit Auslieferung des Flugzeugs am 10. Februar 2010. Der Vertrag sah eine Option zur Verlängerung um zunächst drei Jahre vor. Sie hätte 12 Monate vor Ablauf des Vertrags, also am 10. Februar 2019 gezogen werden müssen. Für den ersten von fünf A380, die Air France bei Dr. Peters-Fonds geleast hat, herrscht inzwischen also Gewissheit: Das Flugzeug ist einstweilen ab dem 11. Februar 2020 ohne Beschäftigung. Das nächste kritische Optionsdatum betrifft den A380 aus dem Flugzeugfonds XI (DS 136). Hier hat Air France noch die Möglichkeit, die Option auf Verlängerung des Vertrags um drei Jahre bis zum 12. August dieses Jahres zu ziehen.
  • Aviarent Personalien

    Yenna Haack ist neues Mitglied im Vorstand der Aviarent Invest AG neben Mathias Giebken und Ralf Otzen. Seit Anfang des Jahres ist sie auch zusammen mit Sascia Hauke in der Geschäftsführung der AviaFund Solution Services GmbH. Harald Strelen ist neuer Geschäftsführer der AviaRent Capital Management S.à r.l. AviaRent betreut mit dem französischen Partner Primonial im Bereich Pflege und Bildung derzeit ein Fondsvolumen von rund 4,5 Milliarden Euro.
  • DFV erwirbt NH Hotel in Deggendorf

    Die DFV Deutsche Fondvermögen GmbH hat das NH Hotel in Deggendorf von der Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH erworben. Betreiberin bleibt die NH-Hotel Group. Das Hotel verfügt über 125 Gästezimmer, Restaurant, Bar und Tagungsmöglichkeiten.
  • KGAL Meleta: Freudentränen und ein Wermutstropfen

    KGAL hat die Mainzer Büroimmobilie, die der geschlossene Fonds Alcas 023 Meleta seit 20 Jahren bewirtschaftete, mit einem tollen Ergebnis für die Anleger verkauft. Das geschah jedoch gewissermaßen gegen den eigenen Willen. Wie es dazu kam, lesen Sie im Login-Bereich.
  • HEH ist „Retail Placement House of the year“

    Die HEH Hamburger EmissionsHaus AG wurde nach 2017erneut dem Award „Retail Placement House of the year“ der Publikation Global Transport Finance ausgezeichnet. HEH wurde für die erfolgreiche Platzierung einer Serie von Regionaljets mit dem Leasingnehmer Iberia Regional/Air Nostrum ausgezeichnet insbesondere für die professionelle und zügige Umsetzung der Transaktion. HEH hat seit dem Einstieg in die Flugzeugfinanzierung im Jahr 2007 23 Flugzeugfonds, davon fünf AIFs nach KAGB mit einem aggregierten Investitionsvolumen von über 500 Millionen EUR aufgelegt.
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Goldgräberstimmung. Ein innovatives Finanzierungsinstrument löst Goldgräberstimmung aus, lockt reihenweise Startups und Investoren an, aber auch die sprichwörtlichen schwarze Schafe und Hacker. Es alarmiert viele Aufsichtsbehörden, und nicht wenige Akteure der deutschen Finanzbranche fordern mittlerweise eine stärkere Regulierung. Die Rede ist vom Initial Coin Offering oder kurz ICO, einem Crowdfunding mit Kryptowährungen. Seine Bezeichnung erinnert an den regulierten Börsengang (Initial Public Offering beziehungsweise IPO) am Aktienmarkt, doch technisch und rechtlich steckt etwas anderes dahinter.

ICO in Kürze. Bei einem ICO gibt ein Emittent, oft ein Startup-Unternehmen, sogenannte Tokens aus und verkauft sie gegen eine gesetzliche Währung wie den Euro beziehungsweise Dollar oder – was häufiger ist – gegen virtuelle Währungen wie Bitcoin oder Ethereum. Derzeit finden ICOs der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zufolge technisch in zwei Formen statt: Die erste besteht aus Programmiercodes – genannt Smart Contracts – oder dezentralen Anwendungen (Distributed Apps, kurz dApps). Das sind Vereinbarungen, deren Programmcode auf einer bestehenden Blockchain wie etwa Ethereum hinterlegt ist. Die zweite besteht aus neu geschaffenen Blockchains. In beiden ICOFormen werden neue, digitale Einheiten erzeugt. Diese werden meist in einem unregulierten, öffentlichen Bieterverfahren verkauft, dem Token Sale. Da ICOs nicht zwangsläufig unter das Aktienrecht fallen, sind mit einem Token nicht automatisch Mitgliedschafts-, Informations-, Kontroll- oder Stimmrechte verbunden. Meist schildern die Emittenten ihre Pläne und die Funktionsweise der Tokens in einem Whitepaper, dessen Inhalt aber gesetzlich nicht vorgegeben ist.

Aufsichtsbehörden sind alarmiert. Die BaFin warnt seit November 2017 vor hohen Risiken für Verbraucher. Es heißt unter anderem, ein Totalverlust der Investition sei möglich, viele ICOs fänden im unregulierten Raum statt, oftmals existierten kein Verbraucherschutz, keine kapitalmarktspezifischen Anlegerschutzinstrumente und kein Schutz personenbezogener Daten. Zudem böten ICO-Strukturen großes Potenzial für Missbrauch und Betrug. Auch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hebt die Risiken für Investoren und Unternehmen hervor. Chinas Aufsicht beispielsweise ist noch weiter gegangen. Michaela Hönig, Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Finanzwirtschaft und Asset Management an der Frankfurt University of Applied Sciences: „Die chinesischen Regulierungsbehörden haben ICOs im September 2017 für illegal erklärt und kurz danach die Handelsplattformen des Landes geschlossen.“ Auch die US Wertpapieraufsicht greift durch in puncto ICO. „Die SEC betrachtet jedes ICO als ein Security Offering, es muss also von ihr genehmigt werden. Sie hat Ende 2017 eine spezielle Cyber-Einheit gegründet, die seitdem mindestens zwei Fälle wegen des Verdachts auf Betrug eröffnet hat“, sagt Adrian Wons, ICO-Experte bei der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft EY. Die BaFin hat seit der zweiten Jahreshälfte 2017 vermehrt Anfragen von deutschen ICO-Emittenten erhalten. Sprecher Mario Kyriasoglou: „Wir haben die ICOs aber bewusst nicht verboten, sondern nur eine Verbraucherwarnung veröffentlicht, weil sie eine legitime Form der Unternehmensfinanzierung darstellen können. Die Regulierung sollte so etwas nicht behindern. Wenn ICOs unter unsere Aufsicht fallen, schauen wir sehr genau hin.“

Grobe Einteilung der Tokens. Der BaFin zufolge existiert keine Legaldefinition für die unterschiedlichen Tokenklassen. Dadurch seien die emittierenden Unternehmen beim Beschreiben ihrer Tokens nicht an bestimmte Nomenklaturen gebunden. Entscheidend sei, welche Rechte mit dem jeweiligen Token verbunden seien. Die typisierende Bezeichnung sei dabei nicht maßgeblich, auch wenn eine Kategorisierung – beispielsweise nach „Wertpapierähnliche Token“, „Utility Token“ und „Payment Token“ – einen ersten Anhaltspunkt für die Art des Tokens liefern könne. Rechtsanwalt Matthias von Oppen, Partner im Bereich Corporate Transactions bei der Kanzlei Ashurst, teilt die Tokens in drei Klassen ein: „Der Currency Token ist eine reine Währung, etwa der Bitcoin, und besitzt keinen Mehrwert wie eine Dienstleistung oder verbriefte Rechte. Die derzeit dominierenden Utility Tokens ermöglichen Zugang zu Dienstleistungen oder digitalen Nutzungen. Und der Security Token hat Wertpapiercharakter, aber es gibt aufgrund der höheren regulatorischen Anforderungen offiziell noch keinen Securities Token ICO in Deutschland.“ Der Trend gehe dahin, Marktplätze zu schaffen, um sogenannte Security Token Offerings oder kurz STO handelbar zu machen. Prinzipiell ähnele ein Equity Token zwar wieder der klassischen Aktie, so der Rechtsanwalt, aber das Blockchain-basierte Produkt lasse sich deutlich flexibler ausgestalten als Anteile an einer AG oder GmbH. Professor Philipp Sandner, Leiter des Blockchain Center der Frankfurt School of Finance and Management, bevorzugt für die Security Token die Bezeichnung Investment Token: „Hier werden Genussrechte, Anleihen oder Aktien, aber auch Gold und andere Rohstoffe nicht mehr wie im herkömmlichen Sinne in einer Urkunde oder physisch verbrieft, sondern auf Token-Basis komplett digital gespeichert werden.“ Er beobachtet, dass insbesondere institutionelle Investoren zunehmend Kryptowährungen und Security Token nachfragen – allerdings noch auf einem sehr niedrigen Niveau.

Zwei Beispiele für Utility Tokens. Angesichts der dominierenden Rolle der Utility Tokens verdeutlichen die folgenden Beispiele, wie die damit verbundenen Dienstleistungen aussehen können. Erstens sammelt die Firma Blockchain Helix per ICO Kapital für ihre eigene ICO-Plattform „Helix Orange“ ein, die sich mit geprüften, digitalen Identitäten beschäftigt. Die Plattform soll, so das Unternehmen, rechtskonforme ICOs klar und einfach ihren akkreditierten Investoren präsentieren. Diese müssen eine Legitimationsprüfung zur Verhinderung von Geldwäsche bestanden haben (Know your customer, KYC). Das Blockchain-basierte System befinde sich derzeit in der Testphase. Emittiert wird der sogenannte HIX Token, der den Plattform-Nutzern Zugriff auf alle Helix-Orange-Dienste bieten soll. Dazu gehören bessere Informationen zu den dort präsentierten ICOs und Vorzugkonditionen beim Zeichnen. Der öffentliche Verkauf (Public Sale) wird ab September auf der Website ico.helix-orange. com verkündet. Insgesamt werden fünf Milliarden HIX Tokens ausgegeben, und 3,5 Milliarden Tokens stehen im ICO zum Verkauf. Die nicht verkauften Tokens sollen verbrannt werden, so der Fachjargon. Ein zweites Beispiel ist die Firma Trusted Cars, die per ICO Investorengelder für ihre neue, Blockchain-basierte Applikation „Trusted Cars Flex“ einwirbt. Die App soll ihrem User einen flexiblen Zwitter zwischen Mietwagen und Leasingfahrzeug bieten: Ohne langfristige Verträge soll er gegen eine nach Firmenangaben günstige wöchentliche Zahlung ein gepflegtes Auto inklusive Wartungen, Versicherung und Kfz Steuer beliebig lange nutzen und gegen andere Fahrzeuge tauschen können. Den teilnehmenden Händlern soll das System eine zusätzliche Einkommensquelle bieten sowie den Zugang zu einer neuen Generation von Verbrauchern. Ab Ende 2018 sollen einzelne Kunden die App testen. Der emittierte FLEX Token soll bei diesem Geschäft als Währung dienen. Im August läuft der private Vorabverkauf, und der öffentliche Verkauf ist vom 17. September bis zum 31. Oktober angesetzt. Während des ICOs sollen 520 Millionen der insgesamt emittierten 800 Millionen Tokens verkauft werden. Trusted Cars werde als abgeschlossene Wirtschaft keine zusätzlichen Tokens ausgeben, und nicht im ICO verkaufte Tokens sollen ebenfalls verbrannt werden.
Der Beitrag ist Teil der aktuellen Ausgabe der Fondszeitung zum Schwerpunkt "Sachwerte digital". Die Ausgabe kann beim Verlag kostenfrei angefordert werden: 030/4000 68-24.

Die Fortsetzung des Beitrags erscheint morgen.
Dr. Tilman Welther

Editorial

Turbulenzen

Flugzeuge waren viele Jahre als reine Leasingfonds ein Erfolgsmodell mit sehr geringen aber sehr sicheren Auszahlungen an überwiegend institutionelle Investoren. Flugzeuge waren in den 1990er Jahren ein geradezu langweiliges Investment. Das hat sich mit den operativen Modellen, wie sie Mitte der 2000er Jahre auf den Markt kamen und in denen das Bewirtschaftungsrisiko auf den Investor abgewälzt wird, wesentlich geändert. Aber auch der Luftfahrtmarkt hat sich stark gewandelt. ...

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