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Project baut institutionellen Vertrieb aus
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Sisyphos lässt grüßen

Plädoyer für eine neue Risikokultur.
Ein Kommentar von Tilman Welther

27.01.2013, von fondstelegramm
ftx - aktuelle News
  • Kanam: Leading Cities Invest investiert in Marseille

    Der offene Immobilien-Publikumsfonds Leading Cities Invest der KanAm Grund Group hat das Bürogebäude 300 Prado in Marseille erworben. Hauptmieter ist der französische Energieversorger EDF, daneben befinden sich das weltweit tätige Prüfungs- und Beratungsunternehmen Mazars und Apria, ein Dachunternehmen verschiedener Versicherungsgesellschaften. Mit diesen drei Mietern ist das Gebäude vollvermietet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
  • ecoligo.investments Sieger bei den BankingCheck und eKomi Awards

    Die Crowdinvesting Plattform www.ecoligo.investments hat den BankingCheck und eKomi Award 2019 in der Kategorie „Crowdinvesting Plattformen“ gewonnen. Bei dem auf realen Kundenbewertungen basierenden Ranking hat die Plattform mit 5 von 5 möglichen Punkten am besten abgeschnitten. Crowdinvestoren schätzen an ecoligo besonders die Transparenz der vorgestellten Projekte, die pünktlichen Rückzahlungen sowie die Einfachheit des Investitionsprozesses. Über ecoligo.investments wurden bisher 19 Solarprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern finanziert. Die Frankfurter Crowddesk GmbH ist mit ihrer Funding-as-a-Service-Lösung technischer Provider von ecoligo.
  • Riesentickets am Zweitmarkt

    Auf zweitmarkt.de sind heute zwei Anteile in Höhe von zusammengenommen nominal rund 600.000 Euro am ILG 18 Fachmarktzentrum Heidenheim zum Kurs von 77 Prozent gehandelt worden. Das sind fast 5 Prozent des Eigenkapitals. Zwei solche Anteile identischer Größe sind 2015 kurz hintereinander zu 22,5 und 26 Prozent gehandelt worden.
  • Project baut institutionellen Vertrieb aus

    Thomas Krützmann (55) verstärkt als Senior Director Institutional Sales den Vertrieb bei der auf institutionelle Investments fokussierten Project Real Estate Trust GmbH. In seiner mehr als 20 Jahre umfassenden beruflichen Laufbahn war er zum Beispiel für d.i.i., LHI und als Geschäftsführer der KGAL Capital tätig. Zuletzt verantwortete Thomas Krützmann bei d.i.i. den Vertrieb an deutsche und internationale professionelle und semi-professionelle Investoren. Aktuell bietet die Project Real Estate Trust GmbH den Spezial-AIF „Vier Metropolen III“ zur Beteiligung an und über eine Feeder-Konstruktion Namensschuldverschreibungen zur Finanzierung von Projektgesellschaften dieses Fonds.
  • Kanam: Leading Cities Invest kauft in Warschau

    Der offene Publikumsimmobilienfonds Leading Cities Invest von Kanam hat das “Renaissance“-Gebäude an der Mokotowska in Warschau gekauft. Das 1902 ursprünglich als Wohnhaus erbaute Gebäude wurde vollständig zu einem Grade-A-Bürogebäude modernisiert und ist mit dem Umweltzertifikat BREEAM „very good“ ausgezeichnet. Hauptmieter ist das Medienunternehmen Viacom Media Networks. Verkäufer der Immobilie ist ein von GLL Real Estate Partners, Mitglied der Macquarie Group, gemanagter Fonds. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
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Das Ende des risikofreien Zins. Der Basiszinssatz ist im Jahr 12 seiner regelmäßigen Berechnung durch die Bundesbank erstmalig negativ geworden. Im Januar 2013 wurde er auf minus 0,13 Prozent taxiert. Die risikofreie Kapitalanlage, die zwar ein wenig Bescheidenheit bei der Verzinsung erfordert, dafür aber kleine gesicherte Vermögenszuwächse jedes Jahr ermöglicht – die gibt es nicht mehr. Die so genannten risikofreien Kapitalanlagen bringen allenfalls noch um ein Prozent Zinsen. Die Inflationsrate – und das ist ja auch schon eine volkswirtschaftliche Meisterleistung – liegt trotz jahrelanger Krise de facto bei knapp zwei Prozent, wenn auch gefühlt doppelt bis drei Mal so hoch.

Was heißt das? Das heißt zunächst mal nur, dass die Zeiten, in denen ruhendes Vermögen gemütlich vor sich hin wuchs, einstweilen vorbei sind. Aber auch der Kapitalerhalt eo ipso, der Jahrzehnte lang eine Selbstverständlichkeit zu sein schien, ist nicht mehr gegeben. Vermögen, das sich selbst überlassen wird, schmilzt ab. Die Inflation wird eher rauf als runter gehen, der Zins für risikofreie und risikoarme Kapitalanlagen wird noch einige Jahre, extrem niedrig, jedenfalls unterhalb der Inflationsquote bleiben. Passiver Kapitalerhalt ist ein Märchen von gestern. Sisyphos lässt grüßen.

Anleger aller Art, Privatanleger wie Institutionelle, gehen nach wie vor von der Vorstellung arbeitenden, sich selbst mehrenden Kapitals aus. Wenn man denn nur genügend davon hat, dann sei die Mehrung ein Selbstläufer. Arbeitendes Kapital gibt es in diesem Sinne aber nicht mehr. Man müsste stattdessen eher von sublimierendem Kapital reden, von Kapital, dessen fester Zustand unter Umgehung seines liquiden Aggregatzustands unmittelbar verdampft.

Insbesondere Stiftungen, die die Verfolgung ihres gemeinnützigen Zwecks und den eigenen organisatorischen Selbsterhalt aus Kapitalerträgen finanzieren müssen, befinden sich in einer Zwickmühle: Sie müssen laut Stiftungsrecht Kapital erhaltend anlegen, dürfen aber kein Risiko eingehen. Das ist im gegenwärtigen Zins- und Inflationsuniversum nicht mehr darstellbar. Das Stiftungsrecht ist an dieser Stelle nicht mehr zeitgemäß.

Privatanleger brauchen zwar nicht auch noch einen juristischen Konflikt fürchten, wenn ihr Kapital verdampft, anstatt sich substanziell zu mehren. Aber angesichts zweifelhafter Rentenversprechungen und der Notwendigkeit, mehr Polster für die eigene Altersvorsorge aufzubauen ist „Wie gewonnen so zerronnen“ nicht nur schwer zu ertragen, sondern kann im Einzelfall auch in existenzielle Nöte führen.

Was hilft? Grundsätzlich muss mehr Wissen um Finanzen her und mehr Verständnis betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge. In längerfristiger Hinsicht wäre die Einführung eines entsprechenden Schulfachs oder eines „Anlegerführerscheins“ nicht verkehrt. In kürzerfristiger Perspektive müssen Anleger einen neuen Sinn für Risiko entwickeln. Es wird in absehbarer Zeit keine Form der Kapitalanlage mehr geben, die die Inflationsrate nennenswert übersteigt und frei jeglichen Risikos ist. Das Spektrum der Risiken ist weit, zu weit um Risiko generell als Teufelszeug abzutun. Es gibt Risiken wie „der unwahrscheinliche Fall eines Druckverlusts in der Kabine“, die man getrost ausblenden darf. Und es gibt kapitale Totalverluste, Betrug und Dilettantismus, die sich mitunter so deutlich im Vorfeld zu erkennen geben, dass den Betroffenen dann auch nicht mehr zu helfen ist.

Das Spektrum der Risiken. Interessant wird es bei den Risiken, die zwischen den Extremen liegen. Es gibt Risiken, die man eingehen kann, weil sie sich klar beschreiben lassen, weil sie sich steuern lassen, weil sie keine unwägbaren Folgerisiken mit sich führen. Die Klassifizierung, die das Institut der Wirtschaftsprüfer vorgeschlagen hat, hilft da schon ganz gut weiter. Es unterscheidet Prognose gefährdende, Anlage gefährdende und Anleger gefährdende Risiken. Wer sich ein Bild über die Risiken verschaffen möchte, die in einem Kapitalanlageangebot stecken, kann damit schon ganz brauchbare Erkenntnisse erzielen. Nach dieser quantitativen Risikobewertung kann noch eine qualitative Risikobewertung erfolgen, indem man die Investitionsobjekte, Verantwortliche, deren Partner und nicht zuletzt die Verträge unter die Lupe nimmt.

Risiko-Sensibilisierung. Je genauer man ein Risiko kennt, umso eher kann man es eingehen. Eine Binsenweisheit, richtig. Aber wenn die Krise auch vieles an Gesetzmäßigkeiten außer Kraft gesetzt hat: Dass hohe Renditen nur mit hohem Risiko zu haben sind, daran hat sich nichts geändert. Wer also dem Sublimieren seines Kapitals Einhalt gebieten will, der wird nicht umhin kommen, mehr und größere Risiken einzugehen. Ich halte das in dem Maße für vertretbar, in dem es durch eine erhöhte Risiko-Sensibilisierung gestützt ist.
Dr. Tilman Welther

Editorial

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Am Dienstag, 24. September 2019 veranstalten das fondstelegramm und die Fondszeitung das Symposium „Sachwerte digital“. Wie in den vergangenen Jahren geht es um die Auswirkungen und Konsequenzen der digitalen Transformation auf die Welt der Sachwertinvestitionen. Die digitale Revolution wird dabei – um im Bilde des wichtigsten Assets der Branche zu bleiben – keinen Stein auf dem anderen lassen. ...

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