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Marvest bietet Schiffsinvestment ab 500 Euro
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Mietpreisbremse reloaded

Liebe Leser

08.10.2018, von fondstelegramm
ftx - aktuelle News
  • Patrizia übernimmt neues Studentenwohnheim in Hamburg

    Der Augsburger Immobilienkonzern Patrizia übernimmt das neu gebaute Studentenwohnheim „Campus Hamburg“. Es liegt im Stadtteil Ottensen, die 141 Einzelapartments sind bereits vermietet. Projektentwickler „Kapitalpartner“ hat das Gebäude mit einer Gesamtwohnfläche von gut 3.000 Quadratmetern nach rund 20 Monaten Bauzeit zum 1. Dezember 2018 an Patrizia übergeben.
  • Marvest bietet Schiffsinvestment ab 500 Euro

    Die Ernst-Russ-Tochter Marvest GmbH, eine neue Crowdinvesting-Plattform für maritime Investments, bietet ein Nachrangdarlehen zur anteiligen Finanzierung des Mehrzweckfrachters „Louise Auerbach“ an. Ab 500 Euro kann man für den geplanten Zeitraum von 6 Jahren investieren. Vierteljährlich will die Emittentin eine Projektgesellschaft der Reederei Auerbach 6,5 Prozent p.a. auszahlen.
  • Anselm Gehling verlässt Dr. Peters

    Zum Jahresende verlässt Anselm Gehling die Dr. Peters Group. Er führte das Unternehmen sieben Jahre lang nach dem plötzlichen Tod des Firmengründers Jürgen Salamon im Jahr 2012. Er scheidet, wie das Unternehmen betont, auf eigenen Wunsch und im besten gegenseitigen Einvernehmen aus. An seine Stelle tritt eine der drei Töchter Jürgen Salamons, Kristina Salamon, die als Sprecherin der Geschäftsführung zusammen mit den Geschäftsführern Markus Koch und Albert Tillmann die Gruppe leiten wird.
  • Bemerkenswerter Zweitmarktumsatz

    Auf zweitmarkt.de wurden heute Anteile des Immobilienfonds Merkens 13 in Höhe von nominal 650.000 Euro zum Kurs von 50,5 Prozent gehandelt. Das EK-Volumen des Fonds beträgt rund 56 Millionen Euro, davon sind seit 1994 90 Prozent zurückgeführt worden.
  • Uli Fischer verstärkt Investmentteam der Fonds Finanz

    Uli Fischer verstärkt das Investmentteam des Münchner Maklerpools Fonds Finanz als Teamleiter Produktmanagement & IF Systemvertrieb und übernimmt die Verantwortung für die technische Weiterentwicklung der hauseigenen Beratungsplattform Advisor’s Studio. Fischer war zuvor u.a. bei Fundsaccess und Fundscapital.
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Die Bilanz nach Einführung der Mietpreisbremse vor drei Jahren fällt einigermaßen ernüchternd aus. Den weiteren Anstieg von Wohnungsmieten in besonders begehrten Ballungszentren konnte sie jedenfalls nicht verhindern. Entsprechend hat die Bundesregierung schon im Koalitionsvertrag verfügt, dass sie da nachbessern werde. Das Kabinett hat der neue Gesetzentwurf schon passiert und vergangene Woche wurde er in den Bundestag eingebracht.

Mehr Transparenz soll das neue Gesetz mit sich bringen und eine Vereinfachung, sich als Mieter zu wehren. Als Manko des bisherigen Gesetzes benennt die Bundesregierung, dass Mieter nicht ohne weiteres beurteilen konnten, ob der Vermieter die Vorgaben zur Einbremsung des Mietpreises einhält oder nicht, und sich gegebenenfalls nicht trauten, sich zu wehren. Entsprechend muss der Vermieter nun bereits vor Abschluss des Mietvertrags offenlegen, ob er sich auf eine Ausnahme beruft, etwa aufgrund einer ohnehin schon höheren Vormiete – die er künftig unaufgefordert benennen muss – oder einer umfassenden Modernisierung. Kommt der Mieter dann dennoch zum Schluss, dass die Miete zu hoch ist, muss er das laut dem neuen Gesetz nicht mehr begründen. Es reicht, wenn er die zu hohe Miete rügt, dann ist der Vermieter in Zugzwang. De facto handelt es sich um eine Beweislastumkehr: Musste zuvor der Mieter den Nachweis erbringen, dass die Miete unerlaubt überhöht ist, so obliegt es künftig dem Vermieter, nachzuweisen, dass die Miete rechtmäßig ist.

Zwar kommt der Begriff der Beweislastumkehr ganz schön breitbeinig daher. Jedoch wird es einem Vermieter allemal leichter fallen, die Rechtmäßigkeit seiner Miethöhe zu begründen als andersrum. Insofern ist dagegen gar nichts einzuwenden. Bemerkenswert ist indes der gesetzgeberische Impuls, der die Unzulänglichkeit des bisherigen Gesetzes vor allem darin ausmacht, dass Vermietern nicht schnell genug nachgewiesen werden konnte, dass sie ihre Mieter übervorteilen. Das neue Gesetz verbessert also die Möglichkeiten, die mieterseitigen Interessen auch durchzusetzen. Es reagiert jedoch nicht auf die viel weiter reichende Kritik, dass eine Regulierung des Mietpreises die generelle Wohnungsknappheit nicht schmälert und auch weiterhin Vermieter ihre Mieterauswahl eher an deren Bonität als an deren Platzbedürfnis festmachen werden.

Eine gute Woche wünscht
Tilman Welther
Dr. Tilman Welther

Editorial

Share Deals – 5/5 werde zu 10/10

Am 29. November haben sich die Finanzminister der Länder einmal mehr darauf verständigt, Share Deals erschweren zu wollen. Bereits im Juni dieses Jahres einigten sie sich auf den Vorschlag, dass Grunderwerbsteuer bereits dann ausgelöst werden möge, wenn mindestens 90 Prozent der Anteile einer Objektgesellschaft veräußert werden und nicht erst bei 95 Prozent, wie es gegenwärtig noch gilt. Auch die Haltefrist von derzeit fünf soll auf zehn Jahre verlängert werden. ...

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