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Neuer Vorstand bei AIF Kapitalverwaltungs-AG
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KGAL SkyClass 58

Ein Portfolio aus mehreren Airbus A319

23.02.2013, von Robert Fanderl
ftx - aktuelle News
  • Bemerkenswerte Umsätze am Zweitmarkt

    Auf zweitmarkt.de sind heute Anteile am ILG 31, der zwei Handelsimmobilien in Brühl und Euskirchen (NRW) bewirtschaftet, zu nominal 190.000 Euro zum Kurs von 104 Prozent gehandelt worden. Der Fonds hat in den vergangenen 13 Jahren plangemäß ausgezahlt, erst für das laufende Jahr ist eine leichte Reduktion der jährlichen Auszahlung avisiert.
  • DG Fonds verkauft Kinocenter Essen

    Die Gesellschafter des DG-Fonds 47, der ein Multiplex-Kino in Essen bewirtschaftet, haben den Verkauf ihrer Fondsimmobilie beschlossen. Sie geht für 29,5 Millionen Euro an eine Gesellschaft von Intown. Der 1999 emittierte Fonds konnte in den ersten Jahren zweimal 5 Prozent auszahlen. Mit dem Verkaufserlös kommt er auf einen Gesamtmittelrückfluss von 54 Prozent.
  • Neuer Vorstand bei AIF Kapitalverwaltungs-AG

    Kai Sirringhaus, der bei Flex Fonds seit 2006 in diversen leitenden Funktionen tätig und zuletzt Vorstand der AIF Kapitalverwaltungs-AG war, ist dort ausgeschieden. Vergangenes Jahr war die Flex Fonds Invest AG durch das Stuttgarter Bankhaus Ellwanger & Geiger mehrheitlich übernommen und in die AIF Kapitalverwaltungs-AG umfirmiert worden. Neuer Vorstand neben Robert Göötz ist Michael Eisenmann, zugleich auch Geschäftsführer bei E & G Equity Invest Management GmbH und Leiter Fonds Fondssteuerung bei E&G Funds & Asset Management GmbH.
  • Habona 06 erhöht auf 100 Millionen

    Habona Invest hat für den AIF Einzelhandelsfonds 06 das ursprüngliche Platzierungsziel in Höhe von 50 Millionen Euro erreicht und jetzt die Platzierungsphase bis zum 30. Juni 2019 verlängert und das Volumen auf 100 Millionen Euro erhöht. Mit vier Neuerwerbungen in Templin (Brandenburg), Moringen (Niedersachsen), Stolberg (NRW) und Mistelbach (Bayern) mit den Mietern Edeka, Aldi und Netto umfasst das Portfolio inzwischen elf Objekte.
  • Dr. Peters erweitert Geschäftsführung

    Seit Anfang Juni ist Andreas Schütz Geschäftsführer der DS Immobilien. Als Head of Real Estate zeichnet er verantwortlich für sämtliche Aktivitäten des Profit Centers Real Estate. Schütz kommt von Warburg-HIH Invest in Hamburg, wo er zuletzt Senior Fondsmanager für institutionelle europäische und deutsche Immobilienfonds war.
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Angebot. Die KGAL bietet mit dem Sky Class 58 die Möglichkeit zur Investition in bis zu zwölf Flugzeugen des Typs Airbus A319. Ein erster Flieger wurde bereits mittelbar – also über eine Objektgesellschaft – erworben. Je nach Platzierungsfortschritt sollen bis zu elf weitere Flugzeuge mittelbar erworben werden. Eine Beteiligung ist ab 10.000 Euro zuzüglich drei Prozent Agio möglich. Der Fonds ist grundsätzlich auf unbestimmte Zeit gegründet, der Prospekt sieht allerdings nur eine Laufzeit bis Ende 2018 vor.

Initiator. Die KGAL konzipiert seit über 40 Jahren innovative Finanzierungslösungen. Ende 2012 betreute die KGAL dabei 135 geschlossene Fonds. Diese setzen sich zusammen aus 63 Publikumsfonds, zehn Fonds für institutionelle Investoren und 62 individuellen Investments für vermögende Kunden. Insgesamt wurden so etwa 6,4 Milliarden Euro Eigenkapital investiert.
Produkte und Managementqualität wurden von zwei Analysehäusern mit „ausgezeichneter Qualität“ beziehungsweise „sehr hohe Qualität“ bewertet. Wissenswert dabei ist allerdings, dass die Einschätzungen von der KGAL in Auftrag gegeben und auch bezahlt worden sind. Ein Hinweis, der sich erfreulicherweise auch im Prospekt wiederfindet.
Objektiv betrachtet ist die Situation laut Prospekt wie folgt: Von 122 bewerteten Publikumsfonds, liegen zehn über, 92 innerhalb und 20 unter der Prognose – gemessen an den Ausschüttungen. Dies entspricht einer Zielerreichung von 84 Prozent. Differenziert nach Assetklassen wurde im Bereich Flugzeuge 96 Prozent Prognoseerfüllung erreicht, im Bereich Infrastruktur 83 Prozent, im Bereich Immobilien 76 Prozent und im Bereich Schiffe 42 Prozent. In der Leistungsbilanz sind allerdings 73 Leasingfonds enthalten, die – jenseits des Bonitätsrisikos – aufgrund der Vertragsgestaltung meist Selbstläufer sind, also in der Regel eine hohe Zielerreichung gewährleisten. Rechnet man diese aus der Performancebetrachtung heraus, liegt die Prognoseerfüllung nur noch bei rund 61 Prozent. „Sehr hohe Qualität“ ist das wohl nicht mehr.

Assetmanager. Das Assetmanagement wird von der GOAL KG übernommen. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben über 50 Vermarktungen in Form von Anschlussvermietungen oder Verkäufen von Flugzeugen durchgeführt. Die GOAL KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Lufthansa (40 Prozent) und der KGAL (60 Prozent).

Flugzeuge. Der Airbus A319 ist Mitglied der A320-Familie und als Kurz- beziehungsweise Mittelstreckenflugzeug auf eine Reichweite von bis zu 6.800 Kilometern ausgelegt. Die von Airbus in diesem Segment angebotene Produktlinie besteht aus den vier Flugzeugtypen A318, A319, A320 und A321. Der A320 ist dabei das Basismodell. Er bietet zwischen 150 und 180 Passagieren Platz. Der A319 hat einen im Vergleich zum A320 um 3,73 Meter verkürzten Rumpf und bietet – je nach Konfiguration – 124 bis 156 Passagieren Platz. Der A319 ist mit über 1.500 Bestellungen und rund 1.350 Auslieferungen ein sehr erfolgreiches Flugzeug und in den Flotten zahlreicher Fluggesellschaften weltweit stark verbreitet.

Kaufpreise. Die potentiellen Fondsflugzeuge wurden alle in den Jahren 2004 und 2005 vom Hersteller ausgeliefert, sind heute also rund acht Jahre alt. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt für jedes Flugzeug 18,1 Millionen US-Dollar. Zur Einschätzung der Angemessenheit der Kaufpreise liegen vier Gutachten vor. Die Gutachtereinschätzungen für den ersten angekauften Flieger liegen zwischen 15,5 und 20,4 Millionen US-Dollar.
Zum Vergleich: Lloyd Fonds hat im Jahr 2007 für den Fonds „Air Portfolio II“ zwei neue A319 für jeweils 36,875 Millionen US-Dollar gekauft. Damals haben die Gutachter auch Restwertprognosen abgegeben. Nach acht Jahren – also entsprechend dem Alter der hier relevanten Fondsflugzeuge – sollten die Flieger nach der im Jahr 2007 vorgenommenen Einschätzung noch 24,8 beziehungsweise 28,4 Millionen US-Dollar Wert sein. Die KGAL kauft nun zu 18,1 Millionen US-Dollar. Einmal mehr beweisen die Gutachter wohl, dass sie oft zu „gut“ achten.

Leasingnehmer. Leasingnehmerin ist Easyjet, eine britische Fluggesellschaft mit Sitz in Luton bei London. Sie wurde im März 1995 durch den zypriotischen Geschäftsmann Stelios Haji-Ioannou gegründet. Alle Verpflichtungen von Easyjetaus den Leasingverträgen werden von der Holdinggesellschaft Easyjet plc garantiert. Easyjet plc ist an der London Stock Exchange gelistet und Bestandteil des FTSE 250 Index. Die Gründerfamilie Haji-Ioannou hält rund 37 Prozent der Anteile. Die Holding hat in den vergangenen sieben Geschäftsjahren ihren Umsatz jährlich gesteigert, zuletzt auf 3,8 Milliarden Britische Pfund. In jedem dieser Jahre war der Gewinn nach Steuern positiv.
Easyjet hatte im Geschäftsjahr 2011/2012 über 58 Millionen Passagiere. Gemessen an den transportierten Passagieren ist Easyjet damit die größte Fluggesellschaft Großbritanniens und eine der führenden Fluggesellschaften Europas.

Leasingvertrag. Das von der Fondsgesellschaft mittelbar erworbene erste Flugzeug und die gegebenenfalls noch zu erwerbenden weiteren Flugzeuge sind im Durchschnitt für einen Zeitraum von rund 5,5 Jahren an Easyjet vermietet.
Die prospektierte Leasingrate beträgt umgerechnet 171.416 Euro im Monat. Sie setzt sich aus einem Euro- sowie einem US-Dollar-Anteil zusammen. Der US-Dollar Anteil entspricht der Tilgung und Verzinsung des US-Dollar-Darlehens. Mit dem Euro-Anteil werden nach Abzug der laufenden Kosten die Auszahlungen der Anleger finanziert.
Zum Vergleich: Die beiden A319 aus dem „Air Portfolio II“ von Lloyd Fonds waren ursprünglich zu 233.000 Euro im Monat vermietet. Nach der Insolvenz des Leasingnehmers erfolgte die Anschlussvermietung zu rund 180.000 Euro im Monat.
Zum Ende des Leasingvertrages hat Easyjet das oder die Flugzeuge im vertraglich vereinbarten Mindestzustand („Half-Life“) zurückzugeben. Der Begriff „Half-Life“ bezeichnet dabei den Zustand eines Flugzeuges, in dem sich die Flugzeugzelle, die Triebwerke, das Fahrwerk sowie die Hilfsturbine in der Mitte ihres Wartungsintervalls befinden.

Investition und Finanzierung. Das exemplarische Gesamtvolumen des Fonds für den Kauf eines Flugzeugs beträgt 14,8 Millionen Euro inklusive Agio. Es wird finanziert mit 4,2 Millionen Euro Eigenkapital, 0,1 Millionen Euro Agio und 10,4 Millionen Euro Fremdkapital. Für das Flugzeug wurden umgerechnet 13,9 Millionen Euro bezahlt. Bezogen auf das Gesamtvolumen entspricht das einer wirklich sehr guten Investitionsquote von über 94 Prozent. Die Fondsnebenkosten summieren sich auf knapp 0,8 Millionen Euro. Das sind niedrige 5,3 Prozent vom Gesamtvolumen. Bezogen auf das Eigenkapital inklusive Agio errechnet sich hingegen eine Kostenquote von rund 18 Prozent. Die verbleibenden Mittel (0,1 Millionen Euro) gehen in die Liquiditätsreserve.
Eine weitere Kennzahl ist der so genannte Kaufpreisfaktor. Auf Fondsebene liegt dieser beim 6,8-fachen der anfänglichen Jahresmiete, auf Ebene der Anleger, also unter Berücksichtigung sämtlicher Nebenkosten, beim etwa 7,2-fachen. Die vergleichsweise niedrigen, also attraktiven Werte haben ihre Ursache darin, dass für die gebrauchten Flieger ein deutlich niedrigerer Kaufpreis bezahlt wurde. Im Gegensatz dazu ist bei den Raten für gebrauchte Flieger kein entsprechend hoher Abschlag zu verzeichnen.

Prognoserechnung. Die Kalkulation basiert auf der Laufzeit des Leasingvertrags für das erste Flugzeug sowie der anschließenden Veräußerung des Fliegers im Jahr 2018. Die jährlichen Einnahmen betragen durchgehend gut zwei Millionen Euro. Auf der Ausgabenseite fallen im Wesentlichen nur Kosten für die Anleger- und Fondsverwaltung sowie das Assetmanagement an, da der Leasingnehmer sämtliche Betriebs- und Wartungskosten zu tragen hat. Die Kosten der Anleger- und Fondsverwaltung sind aber wirklich üppig. Sie betragen schon anfänglich rund 2,2 Prozent bezogen auf das Eigenkapital. Hinzu kommen die Kosten für die technische Betreuung des Flugzeugs von anfänglich 42.000 Euro pro Jahr. Das sind rund zwei Prozent der Leasingeinnahmen. Interessant – wenn derzeit auch marktüblich – sind die Fremdkapitalkonditionen. Der Zinssatz liegt bei 3,88 Prozent jährlich. Davon entfallen 3,08 Prozent auf die Marge, der eigentliche Zins beträgt also nur 0,8 Prozent. Das langfristige Darlehen soll am Ende der geplanten Fondslaufzeit schon zu rund 65 Prozent getilgt sein. Die verbleibenden 35 Prozent müssen dann im Jahr der Veräußerung mit dem anteiligen Verkaufserlös getilgt werden.

Exitstrategie. Das Veräußerungsszenario unterstellt einen Verkauf des Flugzeugs zu einem Preis von umgerechnet 8,4 Millionen Euro. Dieser liegt deutlich unter dem durchschnittlichen gutachterlichen Mid-Case-Wert in Höhe von umgerechnet 11,2 Millionen Euro. Üppig ist auch hier das Honorar für die Vermarktung. Es fallen rund 450.000 Euro an. Bezogen auf das Eigenkapital sind das über zehn Prozent. Im Prospektszenario erhalten die Anleger einen anteiligen Liquidationserlös in Höhe von 97 Prozent ihrer Kapitaleinlage.

Verlaufsprognose. Die laufenden Auszahlungen sollen durchgehend acht Prozent pro Jahr betragen. Die Summe aller Auszahlungen inklusive Liquidationserlös beträgt dann 137 Prozent. Die Anleger realisieren damit nach Abzug des Kapitaleinsatzes einen Überschuss von 34 Prozent vor Steuern. Nach Abzug der für einen Spitzensteuerzahler fälligen Steuern von rund 13 Prozentpunkten bleibt ein Überschuss von etwa 21 Prozent. Das sind durchschnittlich gut vier Prozent im Jahr.

Erfolgsbeteiligung. Kann das Flugzeug für mehr als 10,9 Millionen US-Dollar verkauft werden, wird die AL Konzept mit 25 Prozent am Mehrerlös beteiligt. Unschön an dieser Regelung ist, dass mögliche Mindererträge aus dem laufenden Betrieb des Flugzeugs nicht gegengerechnet werden.

Steuerliche Aspekte. Die Anleger erzielen mit der Beteiligung an diesem Fonds Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Die steuerlichen Ergebnisse sind während der prognostizierten Betriebsphase des Flugzeugs durchgehend negativ. Diese können im Rahmen des Paragrafen 15 b Einkommensteuergesetz erst mit positiven Einkünften aus der Veräußerung des Flugzeuges verrechnet werden. Laut Ürognose erzielt der Fonds damit einen deutlichen Totalgewinn.

fondstelegramm-Meinung. Insgesamt betrachtet ein durchaus gelungenes Angebot. Die Kaufpreise der Flugzeuge sind im Vergleich zu einem Neubau wirklich günstig und damit ergibt sich eine attraktive Chance auf ein interessantes Investment. Positiv ist ferner, dass die beim Verkauf zugrunde gelegten Werte scheinbar – zumindest im Vergleich zu den genannten Gutachterwerten – vorsichtig gewählt wurden. Anderseits lässt sich anhand dieses Fonds, der hier zitierten Gutachterprognosen und deren Abgleich mit früheren Gutachtereinschätzungen zum A319 einmal mehr erkennen, dass die Gutachterwerte oft nicht einmal als Richtwerte wirklich hilfreich sind. Unschön bei diesem Fonds sind aber die hohen laufenden Kosten und auch die Vergütungen im Verkaufsfall sind nicht von schlechten Eltern.
Im Flugzeugbereich steht die KGAL für Qualität – aber die hat ihren stolzen Preis.
Dr. Tilman Welther

Editorial

Autoritätsanleihe

Patrizia GrundInvest hat für einen neuen Publikumsfonds eine Handelsimmobilie in Hofheim erworben. Ein Gutachter bestimmte ihren Wert mit 47 Millionen Euro und Patrizia hat für 46,45 gekauft, mehr als eine halbe Million unter dem Gutachterwert. Die Immobile stammt aus dem Portfolio des offenen Immobilienfonds UniImmo: Europa und wurde dort gemäß jüngstem Bericht zum 31. März dieses Jahres – also nahezu zeitgleich – mit 39,5 Millionen Euro bewertet. ...

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  • Editorial KW 50: Zwischen den Zeilen

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  • Fiskus ante Portas

    Recht

  • Gelegenheit genutzt – Erfolg eingetütet

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  • Aufgabenteilung gemäß KAGB

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